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Persönlichkeit Monats Januar 2010
Albert Schweitzer
Vita
Geboren am 14. Januar 1875 im oberelsässischen Kaysersberg - gestorben am 4. September 1965 sind zwei Daten, die das intensive Leben von Albert Schweitzer umrahmen. Mit 24 Jahren ist er Doktor der Philosophie, ein Jahr später Doktor der Theologie. Mit 27 Theologieprofessor in Strassburg. Schon bald fühlte er die innere Berufung als Missionar nach Afrika zu gehen. Mit seinen kritischen Positionen innerhalb er evangelischen Kirche legte er sich der selbst große Steine in den Weg. So hat er die Dreieinigkeit von Gott Vater, Sohn und Heiligem Geist als menschliches Konstrukt bezeichnet.
Also beschloss er mit 30 Jahren Medizin zu studieren, um in Gabun als Arzt dem Ruf Jesu Christi nachzufolgen. Er heiratete Helene Bresslau und ist ein Jahr später 1913 Doktor der Medizin. Das Ehepaar reist noch im gleichen Jahr nach Französisch-Äquatorialafrika, dem heutigen Gabun, und gründet das Urwaldspital Lambarené.
Bis heute ist Albert Schweitzer in Frankreich nicht als einer der großen Söhne des Landes anerkannt, obwohl er im heutigen Frankreich geboren wurde. Hauptgrund dafür ist, dass er sich zeitlebens als Deutscher sah. Jean-Paul Sartre war der Sohn von Schweitzers Kusine Anne-Marie. Sein Großneffe Louis Schweitzer ist Vorstandsvorsitzender des französischen Autokonzerns Renault.
Mehr über das Leben von Albert Schweitzer
Zitate
- Alles Denken, das in die Tiefe geht, endet in ethischer Mystik
- Alles was du tun kannst, wird in Anschauung dessen, was getan werden sollte, immer nur ein Tropfen statt eines Stromes sein; aber es gibt deinem Leben den einzigen Sinn, den es haben kann, und macht es wertvoll.
- Anfang alles wertvollen geistigen Lebens ist der unerschrockene Glaube an die Wahrheit und das offene Bekenntnis zu ihr. Auch die tiefste religiöse Erkenntnis liegt nicht außerhalb des Denkens.
- Arbeitet weiter, auch wenn der äußere Erfolg aus bleibt, denn zu allen Zeiten ist es auf den inneren Gewinn angekommen, auf das, was vor Gott Bestand hat, wenn es auch auf Erden untergeht.
- Auf die Füße kommt unsere Welt erst wieder, wenn sie sich beibringen lässt, dass ihr Heil nicht in Maßnahmen, sondern in neuen Gesinnungen besteht
- Besitzender ist jeder, der abends beim Zubettgehen etwas für den nächsten Tag übrighat.
- Beten können heißt zuerst danken können.
- das auch leben will.
- Das Christentum kann das Denken nicht ersetzen, sondern muss es voraussetzen.
- Das einzig Wichtige im Leben sind Spuren von Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir ungefragt weggehen und Abschied nehmen müssen.
- Das Fundament des Rechts ist die Humanität.
- Das Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt.
- Das große Geheimnis des Erfolges ist: Man muß durch das Leben schreiten als ein Mann, der sich nicht vernutzen und verbrauchen läßt.
- Das gute Beispiel ist nicht nur eine Möglichkeit, andere Menschen zu beeinflussen. Es ist die einzige.
- Das Leben ist wie Fahrrad fahren. Man muss sich ständig vorwärts bewegen, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren.
- Das Mitgefühl mit allen Geschöpfen ist es, was Menschen erst wirklich zum Menschen macht.
- Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann, steht in den Herzen der Mitmenschen.
- Das Verhängnis unserer Kultur ist, dass sie sich materiell viel stärker entwickelt hat als geistig.
- Das wahre Verhältnis zu Jesus ist das Ergriffensein von ihm. Alle christliche Frömischermigkeit ist nur so viel wert, als in ihr die Hingabe unseres Willens an den Seinen hat.
- Das Wenige, was du tun kannst, ist viel.
- Dass Christus in seiner Geistigkeit in uns aufersteht und zum Leben kommt, ist das Entscheidende.
- Dem Geist, wenn er in Reinheit und Kraft auftritt, kann nichts widerstehen.
- Demut ist die Fähigkeit, auch zu den kleinsten Dingen des Lebens empor zu sehen.
- Den Unterschied zwischen den beiden Sprachen empfinde ich derart, als ob ich mich in der französischen auf den wohlgepflegten Wegen eines schönen Parkes erginge, in der deutschen aber mich in einem herrlichen Walde herumtriebe.
- Der Friede Gottes ist nicht Ruhe, sondern treibende Kraft.
- Der größte Feind der Sittlichkeit ist die Abstumpfung.
- Der heutige Mensch ist ein heimatloser trunkener Söldner geworden, der sich ebensogut für das Gemeine wie für das Hohe anwerben läßt.
- Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen.
- Der Mensch ist nicht das Maß aller Dinge, sondern Leben inmitten von Leben,
- Der Mensch ist nicht das, was er geleistet und erlistet hat, sondern das, was er erlitten hat
- Der moderne Mensch wird in einem Tätigkeitstaumel gehalten, damit er nicht zum Nachdenken über den Sinn seines Lebens und der Welt kommt.
- Der Zufall ist das Pseudonym, das der liebe Gott wählt, wenn er inkognito bleiben will.
- Die gewöhnliche Überbeschäftigung des modernen Menschen in allen Gesellschaftskreisen hat zur Folge, dass das Geistige in ihm verkümmert
- Die großen Flüsse brauchen die kleinen Wasser.
- Die größte Entscheidung deines Lebens liegt darin, dass du dein Leben ändern kannst, indem du deine Geisteshaltung änderst.
- Die Kriegsgräberstätten sind die großen Prediger des Friedens und ihre Bedeutung als solche wird immer mehr zunehmen.
- Die Liebe stirbt meist an den kleinen Fehlern, die man am Anfang so entzückend findet.
- Die Saat des Skeptizismus ist aufgegangen. Tatsächlich besitzt der moderne Mensch kein geistiges Selbstvertrauen mehr. Hinter einem selbstsicheren Auftreten verbirgt er eine große geistige Unsicherheit. Trotz seiner großen materiellen Leistungsfähigkeit ist er ein in Verkümmerung begriffener Mensch.
- Die Wissenschaft, richtig verstanden, heilt den Menschen von seinem Stolz; denn sie zeigt ihm seine Grenzen.
- Die Zeiten der innerlichen Armut sind die Zeiten, in denen ihr Gott nicht dankt.
- Du bist so jung wie deine Zuversicht, so alt wie deine Zweifel, so jung wie deine Hoffnung, so alt wie deine Verzagtheit.
- Ein freundlicher Blick durchdringt die Düsternis wie ein Sonnenstrahl
- Ein Mensch soll nicht in das Wesen des andern eindringen wollen. Nur wer Ehrfurcht vor dem geistigen Wesen anderer hat, kann andern wirklich etwas sein.
- Ein reizbarer Mensch gleicht einem verkehrt eingerollten Igel, der sich mit seinen eigenen Stacheln peinigt.
- Erst bauen die Menschen Häuser, dann formen die Häuser Menschen.
- Es gibt kein Reich Gottes auf Erden ohne das Reich Gottes in unseren Herzen.
- Es gibt zwei Möglichkeiten, vor dem Elend des Lebens zu flüchten: Musik und Katzen
- Es ist besser, hohe Grundsätze zu haben, die man befolgt, als noch höhere, die man außer acht läßt.
- Es kommt in der Welt vor allem auf die Helfer an – und auf die Helfer der Helfer.
- Es steht uns nicht frei, den Völkern Afrikas Wohltaten zu erweisen oder nicht zu erweisen. Es ist unsere Pflicht. Alles. was wir ihnen geben, ist keine Wohltat, sondern eine Sühne.
- Ethik besteht darin, mich verpflichtet zu fühlen, allem Lebenden die gleiche Ehrfurcht entgegenzubringen, wie dem eigenen Leben
- Ethik ist ins Grenzenlose erweiterte Verantwortung gegen alles, was lebt.
- Ethisch werden heißt, wahrhaft denkend werden.
- Gebete ändern nicht die Welt. Aber die Gebete ändern Menschen und Menschen ändern die Welt.
- Gelobt der Gast, der Pünktlichkeit versteht; gepriesen jener, der schnell geht
- Glück ist eine gute Gesundheit und ein schlechtes Gedächtnis.
- Gut ist, Leben erhalten und fördern, böse ist, Leben vernichten und hemmen
- Humanität besteht darin, daß niemals ein Mensch einem Zweck geopfert wird.
- Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.
- Instinktiv habe ich mich immer dagegen gewehrt, das zu werden, was man gewöhnlich unter einem "reifen Menschen" versteht.
- Jahre runzeln die Haut, aber den Enthusiasmus aufgeben runzelt die Seele.
- Je mehr die Menschen an die Sterne glauben, desto weniger glauben sie an das, was über den Sternen ist.
- Jeder hat in tiefstem Dank derer zu gedenken, die Flammen in ihm entzündet haben.
- Jeder muss jemanden lieb haben. Die Tragödie ist, dass so viele Menschen sich selbst wählen.
- Jeder Tag bringt seine Geschenke mit, man braucht sie nur auszupacken.
- Keine Zukunft vermag gutzumachen, was du in der Gegenwart versäumst.
- Keiner von uns weiß, was er Menschen gibt. Es ist für uns verborgen und soll es bleiben. Manchmal dürfen wir ein wenig davon sehen, um nicht mutlos zu werden. Das Wirken der Kraft ist geheimnisvoll.
- Kraft macht keinen Lärm, sie ist da und wirkt.
- Mich interessiert vor allem die Zukunft, denn das ist die Zeit, in der ich leben werde.
- Mit den Jahren runzelt die Haut, mit dem Verzicht auf Begeisterung aber runzelt die Seele.
- Mit zwanzig Jahren hat jeder das Gesicht, das Gott ihm gegeben hat, mit vierzig das Gesicht, das ihm das Leben gegeben hat, und mit sechzig das Gesicht, das er verdient.
- Naturfreund ist derjenige, der sich mit allem, was in der Natur lebt, innerlich verbunden weiß, an dem Schicksal der Geschöpfe teilnimmt, ihnen, soviel er kann, aus Leid und Not hilft, und es nach Möglichkeit vermeidet, Leben zu schädigen oder zu vernichten.
- Nicht auf das, was geistreich, sondern auf das, was wahr ist, kommt es an.
- Nichts von dem Guten, das uns widerfährt, ist selbstverständlich
- Niemand wird alt, weil er eine bestimmte Anzahl von Jahren gelebt hat. Menschen werden alt, wenn sie ihre Ideale verraten.
- Nur die Kraft, die im Erleben der Widerstände stärker wird, kann sie überwinden. Die, die sich einfach dagegen auflehnt, verbraucht sich darin.
- Ohne Ehrfurcht vor dem Leben hat die Menschheit keine Zukunft.
- Optimistisch ist diejenige Weltanschauung, die das Sein höher als das Nichts stellt und so die Welt und das Leben als etwas an sich Wertvolles bejaht.
- Stoff zu künftigen Kriegen bleibt da erhalten, wo bei einer Neugestaltung der Verhältnisse nach einem Kriege nicht das geschichtlich Gegebene in Betracht gezogen und eine im Sinne desselben sachliche und gerechte Lösung erstrebt wird. Denn nur diese kann die Gewähr des Dauerhaften in sich tragen.
- Tiefste Gemeinschaft kommt aus einem gemeinsamen Wollen. Das Wollen ist das Elementarste in unserem Wesen
- Über alles Geistige und Intellektuelle, über Philosophie und Theologie erhaben ist die Hilfsbereitschaft von Mensch zu Mensch, die Aufgabe, Bruder zu sein.
- Unter Menschen schafft der Dank die tiefste Gemeinschaft, welches zuletzt stärker ist als alles, was sich zwischen sie schieben kann.
- Verschiebe die Dankbarkeit nie.
- Vertrauen ist für alle Unternehmungen das größte Betriebskapital ohne welches kein nützliches Werk auskommen kann. Es schafft auf allen Gebieten die Bedingungen gedeihlichen Geschehens.
- Verzicht auf Denken ist geistige Bankrotterklärung.
- Viel Gutes kann der Mensch vollbringen,ohne sich ein Opfer zumuten zu müssen.
- Viel Kälte ist unter den Menschen, weil wir nicht wagen, uns so herzlich zu geben, wie wir sind.
- Viele Menschen wissen, dass sie unglücklich sind. Aber noch mehr Menschen wissen nicht, dass sie glücklich sind.
- Was ein Mensch an Gutem in die Welt hinausgibt, geht nicht verloren.
- Was ist Nationalismus? Das ist ein Patriotismus, der seine Vornehmheit verloren hat.
- Was uns aber eigentlich zu Bewußtsein kommen sollte und schon lange vorher hätte kommen sollen, ist das, dass wir als Übermenschen Unmenschen geworden sind.
- Wenn du im Geiste Gottes sein willst, darfst du nur in Liebe denken und handeln.
- Wer erkannt hat, dass die Idee der Liebe der geistige Lichtstrahl ist, der aus der Unendlichkeit zu uns gelangt, der hört auf, von der Religion zu verlangen, dass sie ihm ein vollständiges Wissen von dem Übersinnlichen bietet.
- Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch nicht zum Auto, wenn man in eine Garage geht.
- Wer klug ist, wird im Gespräch weniger an das denken, worüber er spricht, als an den, mit dem er spricht
- Wer mit dem Herzen redet, ist allen verständlich.
- Wer sich vornimmt, Gutes zu wirken, darf nicht erwarten, daß die Menschen ihm deswegen Steine aus dem Wege räumen, sondern muß auf das Schicksalhafte gefaßt sein, daß sie ihm welche daraufrollen.
- Wer viel Schönes im Leben erhalten hat, muss entsprechend viel dafür hergeben.
- Wer zum Glück der Welt beitragen möchte, der sorge zunächst einmal für eine glückliche Atmosphäre in seinem eigenen Haus.
- Wir leben in einem gefährlichen Zeitalter. Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen.
- Wir müssen aus dem Schlafe erwachen und unsere Verantwortung sehen
- Wo das Bewusstsein schwindet, dass jeder Mensch uns als Mensch etwas angeht, kommen Kultur und Ethik ins Wanken.
- Wo immer ein Tier in den Dienst des Menschen gezwungen wird, gehen die Leiden, die es erduldet, uns alle an.
- Worüber ich mich immer wieder wundere ist dies: Es gibt auf der Welt über dreißig Millionen Gesetze, um die zehn Gebote durchzuführen.
Filmtrailer
Der Film über das Leben von Albert Schweitzer ist in Deutschland am 24.12.2009 angelaufen.










