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Persönlichkeit des Monats Juni 2009

Marie von Ebner-Eschenbach

Vita

Freifrau Marie von Ebner-Eschenbach, wird als geborene Gräfin Dubsky, am 13. September 1830 auf Schloss Zdislavic bei Kremsier in Mähren geboren.

Durch ihren katholischen Vater Major Franz Graf Dubsky gehört sie zum böhmischen Uradel. Ihre im Kindbett verstorbene Mutter Maria stammt aus einem sächsischen, protestantischen Geschlecht. Durch den Umgang mit tschechischen Dienstboten sowie deutschen und französischen Gouvernanten wächst Marie mehrsprachig auf. Als Marie sieben Jahre alt war, stirbt Eugénie Bartenstein, ihre erste Stiefmutter. Drei Jahre später heiratet ihr Vater die außergewöhnlich gebildete Gräfin Xaverine Kolowrat-Krakowsky. Während die Familie jedes Jahr mehrere Monate in Wien lebt, nimmt Xaverine ihre Stieftochter häufig mit ins Burgtheater und gibt ihr literarische Anregungen.

Im Alter von achtzehn Jahren heiratet Marie ihren fünfzehn Jahre älteren Cousin Moritz von Ebner-Eschenbach, der bis 1850 an der Ingenieur-Akademie in Wien lehrt.

Marie von Ebner-Eschenbach zählt zu den bedeutendsten österreichische Schriftstellerin des 19. Jahrhunderts. Sie gilt als Wegbereiterin des Naturalismus. Sie setzt sich in ihrem engagierten, der Spätaufklärung verpflichteten Werk für die Außenseiter der Gesellschaft und die Angehörigen der sozialen Unterschicht ein. Gleichzeitig übt sie häufig heftige Kritik am Standesdünkel des Hochadels, dem sie selbst angehört.

Marie von Ebner-Eschenbach wird 1900 als erste Frau von der Universität Wien mit einem Ehrendoktorhut ausgezeichnet.

Sie stirbt am 12. März 1916 in Wien.

Mehr über das Leben von Marie von Ebner-Eschenbach


Zitate

  • Man kann nicht allen helfen, sagt der Engherzige und hilft keinem.
  • Alles Wissen geht aus einem Zweifel hervor und endigt in einem Glauben.
  • Alt werden, heißt sehend werden.
  • Am bittersten bereuen wir die Fehler, die wir am leichtesten vermieden hätten
  • Am Ziele deiner Wünsche wirst du jedenfalls eines vermissen: dein Wandern zum Ziel.
  • Arme Leute schenken gern.
  • Auch der ungewöhnlichste Mensch ist gehalten, seine ganz gewöhnliche Schuldigkeit zu tun.
  • Auch die Tugend ist eine Kunst, und auch ihre Anhänger teilen sich in Ausübende und Liebhaber.
  • Ausnahmen sind nicht immer Bestätigung der alten Regel. Sie können auch Vorboten einer neuen Regel sein.
  • Bezeichne dich nicht als arm, wenn deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind. Wirklich arm ist doch nur der, der nie geträumt hat.
  • Das Alter verklärt oder versteinert.
  • Das Meiste haben wir gewöhnlich in der Zeit getan, in der wir meinten, zu wenig zu tun.
  • Das Recht des Stärkeren ist das stärkste Unrecht.
  • Das Verständnis reicht oft weiter als der Verstand.
  • Das Vertrauen ist etwas so Schönes, dass selbst der ärgste Betrüger sich eines gewissen Respektes nicht erwehren kann vor dem, der es ihm schenkt.
  • dass alles vergeht, weiß man schon in der Jugend; aber wie schnell alles vergeht, erfährt man erst im Alter.
  • Dauernde Freundschaft kann nur zwischen Menschen von gleichem Wert bestehen.
  • Dem großen Publikum ist ein Buch nicht leicht zu schlecht, sehr leicht aber zu gut.
  • Der eitle, schwache Mensch sieht in jedem einen Richter, der stolze, starke hat keinen Richter als sich selbst.
  • Der euch Vertrau'n will schenken, den sollt ihr nicht mit Lügen kränken.
  • Der Gedanke an die Vergänglichkeit aller irdischen Dinge ist ein Quell unendlichen Leids und ein Quell unendlichen Trosts.
  • Der Geist einer Sprache offenbart sich am deutlichsten in ihren unübersetzlichen Worten.
  • Der Genius weist den Weg, das Talent geht ihn.
  • Der Gläubige, der nie gezweifelt hat, wird schwerlich einen Zweifler bekehren.
  • Der größte Feind des Rechts ist das Vorrecht.
  • Der Ignorant weiß nichts, der Parteimann will nichts wissen.
  • Der Spott endet, wo das Verständnis beginnt.
  • Der Staat ist am tiefsten gesunken, dessen Regierung schweigend zuhören muß, wenn die offenkundige Schufterei ihr Sittlichkeit predigt.
  • Der Verstand kann ein Held sein, die Klugheit ist meistens ein Feigling.
  • Der Zufall ist die in Schleier gehüllte Notwendigkeit.
  • Die einfachste und bekannteste Wahrheit erscheint uns augenblicklich neu und wunderbar, sobald wir sie zum erstenmal an uns selbst erleben.
  • Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit.
  • Die größte Nachsicht mit einem Menschen entspringt aus der Verzweiflung an ihm.
  • Die jetzigen Menschen sind zum Tadeln geboren; vom ganzen Achilles sehen sie nur die Ferse
  • Die meiste Nachsicht übt der, der die wenigste braucht
  • Die Menschen, bei denen Verstand und Gemüt sich die Waage halten, gelangen spät zur Reife.
  • Die Moral, die gut genug war für unsere Väter, ist nicht gut genug für unsere Kinder.
  • Die Reue treibt den Schwachen zur Verzweiflung und macht den Starken zum Heiligen.
  • Die Summe unserer Erkenntnis besteht aus dem, was wir gelernt, und aus dem, was wir vergessen haben.
  • Die Taten reden, aber den Ungläubigen überzeugen sie doch nicht.
  • Die verstehen sehr wenig, die nur das verstehen, was sich verstehen läßt.
  • Die Wahrheit hat Kinder, die sie nach einiger Zeit verleugnet: sie heißen Wahrheiten.
  • Die Wortkargen imponieren immer... Man glaubt schwer, dass jemand kein anderes Geheimnis zu bewahren habe als das seiner Unbedeutsamkeit.
  • Du siehst alles ein bißchen klarer mit Augen, die geweint haben.
  • Ein stolzer Mensch verlangt von sich das Außerordentliche. Ein hochmütiger Mensch schreibt es sich zu.
  • Ein Streit zwischen wahren Freunden, wahren Liebenden bedeutet gar nichts. Gefährlich sind nur Streitigkeiten zwischen Menschen, die einander nicht ganz verstehen.
  • Ein Urteil läßt sich widerlegen, ein Vorurteil nie.
  • Eltern verzeihen ihren Kindern die Fehler am schwersten, die sie ihnen selbst anerzogen haben.
  • Es gäbe keine soziale Frage, wenn die Reichen von jeher Menschenfreunde gewesen wären.
  • Es gibt Fälle, in denen vernünftig sein feige sein heißt.
  • Es gibt kein Wunder für den, der sich nicht wundern kann.
  • Es gibt keine schüchternen Lehrlinge mehr, es gibt nur noch schüchterne Meister.
  • Es ist ein Unglück, dass ein braves Talent und ein braver Mann so selten zusammen kommen!
  • Es kann manchmal sehr unrecht sein, ein Recht auszuüben.
  • Es kommt alles auf die Umgebung an. Die Sonne im lichten Himmelsraume hat eine viel geringere Meinung von sich als die Unschlittkerze, die im Keller brennt.
  • Es schreibt niemand wie ein Gott, der nicht gelitten hat wie ein Hund.
  • Feiere jeden Geburtstag als ob es der letzte wäre und bedenke das Liebe das einzige Geschenk ist, das wirklich die Mühe wert ist, zu geben.
  • Für das Können gibt es nur einen Beweis: Das Tun!
  • Gegenseitiges Vertrauen ist wichtiger als gegenseitiges Verstehen.
  • Genug weiß niemand, zuviel so mancher.
  • Ihr jubelt über die Macht der Presse – graust euch nie vor ihrer Tyrannei?
  • Im Entwurf, da zeigt sich das Talent, in der Ausführung die Kunst.
  • Im Grunde ist jedes Unglück nur so schwer, wie man es nimmt.
  • Im Unglück finden wir meistens die Ruhe wieder, die uns durch die Furcht vor dem Unglück geraubt wurde.
  • In der Jugend lernt, im Alter versteht man.
  • Je mehr du dich selbst liebst, je mehr bist du dein eigener Feind.
  • Kein Toter ist so gut begraben wie eine erloschene Leidenschaft.
  • Menschen, die nach immer größerem Reichtum jagen, ohne sich jemals Zeit zu gönnen, ihn zu genießen, sind wie Hungrige, die immerfort kochen, sich aber nie zu Tisch setzen.
  • Nicht was wir erleben, sondern wie wir empfinden, was wir erleben, macht unser Schicksal aus.
  • Nichts lernen wir so spät und verlernen wir so früh, als zugeben, dass wir unrecht haben.
  • Niemand ist so beflissen, neue Eindrücke zu sammeln, wie der, der die alten nicht verarbeitet hat.
  • Ohne Talent zur Liebenswürdigkeit – kein Talent zum Glücklichsein.
  • Österreich ist eine kleine Welt, in der die große ihre Probe hält.
  • Rücksichtslosigkeiten, die edle Menschen erfahren haben, verwandeln sich in Rücksichten, die sie erweisen.
  • Sag etwas, das sich von selbst versteht, zum ersten Mal, und du bist unsterblich.
  • Schwächliche Grämlichkeit, die alle fünf gerade sein läßt, ist die Karikatur der Resignation.
  • Sich mit wenigem begnügen ist schwer, sich mit vielem begnügen unmöglich.
  • Sich von einem ungerechten Verdacht reinigen zu wollen, ist entweder überflüssig oder vergeblich.
  • So weit deine Selbstbeherrschung geht, so weit geht deine Freiheit.
  • Solange es mehr faule als fleißige Menschen gibt, bleibt der sozialistische Staat eine Utopie.
  • Tu deine Pflicht so lange, bis sie deine Freude wird.
  • Uns ist nicht immer klar, worin Taktgefühl sich äußert. Aber wir merken, wenn es fehlt.
  • Überlege einmal, bevor du gibst, zweimal, bevor du annimmst und tausendmal, bevor du verlangst und forderst.
  • Verständnis für jedwedes Leid, Erbarmen mild mit jedem Fehle; Daran in dieser Zeitlichkeit erkennst du die erwählte Seele.
  • Vertrauen ist Mut und Treue ist Kraft.
  • Vertrauen macht selig den, der es hat, und den, der es einflößt.
  • Warten lernen wir gewöhnlich, wenn wir nichts mehr zu erwarten haben
  • Was andere uns zutrauen, ist meist bezeichnender für sie als für uns.
  • Was ist Reue? Eine große Trauer darüber, dass wir sind, wie wir sind.
  • Was nennen die Menschen "dumm"? Das Gescheite, das sie nicht verstehen
  • Was wir heute tun, entscheidet darüber, wie die Welt morgen aussieht.
  • Wenn der Mann das Amt hat und die Frau den Verstand, dann gibt es eine gute Ehe.
  • Wenn der Mensch etwas verschweigen will, dann gibt es keine Macht auf Erden, die ihm sein Geheimnis entreißt.
  • Wenn die Zeit kommt in der man könnte, ist die vorüber, in der man kann.
  • Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft.
  • Wer in der Gegenwart von Kindern lügt oder spottet, begeht ein Verbrechen.
  • Wer in die Öffentlichkeit tritt, hat keine Nachsicht zu erwarten und keine zu fordern.
  • Wer nichts weiß, muß alles glauben.
  • Wir sind für nichts so dankbar, wie für Dankbarkeit.
  • Wir sind leicht bereit, uns selbst zu tadeln, unter der Bedingung, dass niemand zustimmt
  • Wir unterschätzen das, was wir haben, und überschätzen das, was wir sind.
  • Wir verlangen sehr oft nur deshalb Tugenden von anderen, damit unsere Fehler sich bequemer breitmachen können.
  • Wir werden vom Schicksal hart oder weich geklopft - es kommt auf das Material an.
  • Zu jeder Zeit liegen einige große Wahrheiten in der Luft; sie bilden die geistige Atmosphäre des Jahrhunderts.
  • Zu späte Erfüllung einer Sehnsucht labt nicht mehr! Die lechzende Seele zehrt sie auf wie glühendes Eisen einen Wassertropfen.

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  • Mindletter - 73 - Professor und sein Chauffeur Chauffeurswissen Max Planck

    Was unterscheidet einen Nachrichtenredakteur von einem Taxifahrer? Nichts!
    Beide geben Wissen vor, obwohl sie es nur nachplappern. Wir sprechen bei ihnen von Pseudo- oder "Chauffeurs"-wissen.

    Dieser Begriff geht auf diese Geschichte von Max Planck zurück.

  • Mindletter - 70 - Die Weinsteuer

    Wenn jeder denkt, ein anderer wird es schon tun, werden am Ende alle nichts getan haben. (Toll Ein Anderer Macht's) Dieser Mindletter zeigt sehr schön auf, wie Menschen denken.